Geld in Kambodscha – Alle Infos: Abheben, Kreditkarte, Trinkgelder

Kambodscha ist ein sehr armes Land das sich erst nach und nach dem Tourismus öffnet. Ausländer bringen dabei ganz einfach Summen ins Land, mit denen eine 5 köpfige Familie gut und gerne 1 Jahr oder länger Leben kann. Auch der Währungsmix in Kambodscha ist einzigartig. Hier kann mit beinahe jeder “guten” Währung bezahlt werden. Alle Informationen und Tipps zum richtigen Umgang mit Geld in Kambodscha und die beste Kreditkarte findest du in meinem Guide.

 

Geld in Kambodscha – Infos zu Trinkgeldern, Kreditkarten und Währung

 

1. Die Währung in Kambodscha

In Kambodscha ist der Riel die offizielle Währung. Oft wird er auch als Khmer Riel bezeichnet. Die nächst kleinere Einheit ist der Sen. Allerdings spielt diese nur eine historische Rolle, da der Sen im Zahlungsverkehr praktisch nicht anzutreffen ist. Offiziell wird die Währung mit KHR abgekürzt.

Der Wechselkurs Euro zu kambodschanischer Riel schwankte im Jahr 2014 zwischen 4908 und 5591 Riel je Euro.

Über die letzten 5 Jahre hinweg schwankte die Währung zwischen guten 5900 Riel je Euro und 4900 Riel je Euro, wobei der niedrigste Stand im Jahr 2014 erreicht wurde.

Derzeit bekommt man für 1 Euro rund 4908 Kambodschanische Riel (Stand 12/2014)

Den aktuellen Devisenkurs Euro / Riel findest du hier.

 


2. Andere Währungen in Kambodscha

Fremde Währungen spielen in Kambodscha eine sehr große Rolle. So ist der Riel zwar überall akzeptiert, das Hauptzahlungsmittel ist aber der US-Dollar. Zudem sind immer auch Devisen aus den Nachbarländern willkommen.

Neben dem Thai-Baht erfreut sich der Malaysische Ringgit großer Beliebtheit. Auch der Euro ist gerne gesehen. Generell lässt sich in Kambodscha bei Straßenhändlern beinahe mit jeder Währung bezahlen.

Hauptzahlungsmittel Kambodscha: In Läden und Restaurants ist ganz klar der US-Dollar oder der Riel das Hauptzahlungsmittel.

Bei fliegenden Händlern und auf Märkten kommen aber auch durchaus andere Währungen zum Einsatz.

 


4. Was kostet wie viel in Kambodscha?

Besonders in Kambodscha ist der Umgang mit den vielen Währungen verwirrend. Auch die Preise sind so günstig, dass man stets dazu neigt mehr zu bezahlen als nötig. 1 Dollar hier, 1 Dollar da. Uns macht das nichts, für die Einheimischen ist das aber sehr viel Geld!

Um nicht ständig abgezockt zu werden oder überhöhte Preise zu bezahlen, solltest du die Preisstruktur Kambodschas bestens kennen:

 

Monatsausgaben für ein eher luxuriöses Leben als Expat in Kambodscha:

  • Miete für ein einfaches Haus oder recht gutes Zimmer mit Air-Condition: ca. 60 USD
  • Stromkosten: 15 USD (Extrem teuer in Kambodscha)
  • Lebensmittel für 1 Person: 100 USD (gutes Essen auf höherem Niveau)

Generell kann man in Kambodscha als Expat mit 200 US-Dollar schon recht gut leben. Mit 500 USD muss man auf kaum etwas verzichten!

Bitte vergiss aber dabei nicht, dass es sich um eine Aufstellung für Ausländer handelt. Einheimische kommen mit sehr viel weniger aus. Mehr als 40-100 USD haben die meisten Einwohner Kambodschas nicht zur Verfügung!

 

Beispielgehälter Kambodscha:

Im Folgenden habe ich die monatlichen Gehälter für einige der populärsten Berufe in Kambodscha aufgelistet.

  • Landschaftsgärtner, der die Grünanlagen um Angkor Wat pflegt: 40 USD / Monat
  • Tuk-Tuk Fahrer (ohne Betrügereien): 50 USD / Monat
  • Touristenguide: 50-60 USD / Monat

 


5. Geld abheben Kambodscha

In Kambodscha lässt sich in Siem Reap oder Phnom Phen problemlos Geld abheben. Die Versorgung mit ATMs ist hier gewährleistet.

In ländlichen Gegenden sieht es schon ganz anders aus. Es ist elementar wichtig einen vernünftigen Bargeld-Bestand mit sich zu führen, wenn man sich außerhalb der oben genannten Ortschaften bewegt.

In Siem Reap finden sich viele Automaten verschiedenster Banken. Doch Vorsicht! Nur wenige akzeptieren die Mastercard. Visa wird hingegen überall problemlos angenommen.

Die Bankautomaten in Kambodscha zahlen generell in US-Dollar aus. Dabei können meist auch höhere Beträge problemlos abgehoben werden.

Eine Gebühr pro Abhebung fiel bei mir zu keiner Zeit an. Die Verfügung war immer kostenlos!

 

Besonderheiten Kambodscha Bankautomaten:

Die Bankautomaten in Kambodscha machen einen eher altbackenen Eindruck. Doch keine Sorge! In der Regel funktionieren diese problemlos.

Vor offensichtlichen manipulierten Automaten ist jedoch Abstand zu nehmen. Dies dürfte aber aufgrund des erhöhten technischen Aufwands eher selten der Fall sein.

 


6. Die beste Kreditkarte Kambodscha

Für eine Reise nach Kambodscha empfehle ich auf jeden Fall eine Visa-Kreditkarte, wie sie von der DKB-Bank angeboten wird. Meine Mastercard funktionierte an kambodschanischen Geldautomaten nicht!

Die Visa Card der DKB funktioniert zu 100 % an allen Bankomaten in Kambodscha und ist auf Reisen nach Kambodscha die 1. Wahl!

Zudem garantiert die DKB Visa Karte eine kostenlose Verfügung von Bargeld im Ausland.

Als kleinen Bonus bietet die DKB Bank auch einen relativ guten Habenzins auf das täglich verfügbare Kreditkartenguthaben von 0,9%. Im Tagesgeldbereich wird es da schon sehr schwierig bessere Angebote zu finden!

Überblick DKB Kreditkarte Kambodscha:

▪ Deutsche Bank
▪ Kostenlose Kontoführung
▪ Kostenlose Kreditkarte
▪ 1000 Euro Verfügung auch ohne Lohnnachweis von vorneherein eingestellt
▪ 0,9% Habenzins auf Kreditkartenguthaben
▪ Kostenlose Bargeldabhebung im Ausland
▪ Einfach und unkomplizierte Rückerstattung von angefallenen Automatengebühren
▪ Guter und schneller Service im Problemfall
▪ Übersichtliches Onlinekonto
▪ Mehrfacher Testsieger
▪ Guter und tagesaktueller Wechselkurs für Devisen

Hier kannst du ein kostenloses Girokonto mit Visa Kreditkarte für Kambodscha Reise eröffnen:

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7. Geld wechseln Kambodscha

Geld wird in Kambodscha beinahe an jeder Ecke gewechselt. Vor dubiosen Händlern ist Abstand zu nehmen. Offizielle Wechselbuden wie sie in Thailand standard sind, gibt es nur wenige.

Dafür gibt es umso mehr Schmuck- und Devisenhändler. Es empfiehlt sich vor jedem größeren Tausch unbedingt die tagesaktuellen Wechselkurse im Internet zu checken. Auch die Gefahr Falschgeld angedreht zu bekommen ist nicht weit hergeholt.

Am besten ist es imm Geld mittels Kreditkarte am Automaten zu ziehen.

 


8. Trinkgeld Kambodscha

Trinkgelder sind in Kambodscha immer gerne gesehen. Allerdings sollte man bei der Vergabe unbedingt darauf achten, dass nicht zu viel gegeben wird. Schon 1-2 Dollar sind der Tagesverdienst vieler Arbeiter!

Es wäre absolut unangemessen einem Tuk Tuk Fahrer 5 Dollar Trinkgeld zu geben. Allerdings habe ich während einer langen Wartezeit am Flughafen viele ankommende Tuk Tuks und ihre Fahrgäste beobachtet.

Viele IDIOTEN scheuten nicht einmal 10 Dollar Trinkgeld zu geben… Wo das im Endeffekt hinführt sollte wohl jedem klar sein.

Generell ist 1 US-Dollar Trinkgeld schon sehr viel und bei gutem Service auch angemessen. Wer einen Tagesguide gebucht hat und Top-Zufrieden war, kann auch mal 3 Dollar Trinkgeld geben. Mehr sollte es aber nicht sein!

Geld Kambodscha Angkor-Wat

 


9. Der richtige Umgang mit Geld in Kambodscha

Kambodscha ist eines der ärmsten Länder der Welt. Dementsprechend sorgfältig sollte mit Geld umgegangen werden. Führe niemals größere Beträge mit dir mit. Sichere deine Wertsachen wenn immer möglich im Hotelsafe.

Schon 100 US-Dollar sind in Kambodscha sehr viel Geld. Wenn du also diesen Betrag mit dir mitführst, verfügst du über enorme Kaufkraft und du verlierst im Falle eines Überfalls oder Diebstahls für unsere Verhältnisse nicht wirklich viel Geld.

Gib niemals mit deinem Geld an und führe es immer verdeckt mit dir mit. Lass dein Umfeld niermals wissen, wieviel du bei dir trägst. Am besten tust du in eine Hosentasche die großen Scheine, in die andere 5 oder 6 einzelne 1 USD Dollar Scheine zum schnellen Bezahlen.

Auch extremer Schmuck wie Goldketten und teure Uhren sollten eher nicht zur Schau gestellt werden. Das gleiche gilt für hochwertige elektronische Geräte wie MacBooks, Ipads und dergleichen.

Ein iPhone ist beispielsweise das Jahresgehalt oder mehr eines einfachen Gärtners.

Wenn du umsichtig mit Geld umgehst wirst du kaum Probleme bekommen. Die Leute sind freundlich und aufgeschlossen und versuchen alles um den Tourismus anzukurbeln, da sie genau wissen, wie viel Wohlstand in Zukunft davon abhängt.

Besonders nachts ist vor Taschendieben und stehlenden Kindern sowie Prostituierten Abstand zu halten!

 


10. Devisenbestimmungen Kambodscha

Einfuhr/Ausfuhr von Devisen ab USD 10.000,- müssen deklariert werden.

 

Welche Tipps rund ums Geld in Kambodscha fallen dir noch ein?

 

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10 Comments

  1. Hallo,

    die Verhältnisse bzgl. Automatenabhebungen von Bargeld haben sich leider komplett geändert:
    Fast alle Geldautomatenbetreiber nehmen eine Gebühr von 4 bis 6 USD pro Abhebung mit einer europäischen Visakarte.

    Günstig ist z.B. die Sacombank für kleinere Beträge; die Gebühr dort beträgt 1,5% vom Betrag, jedoch mindestens 1.5 USD.

    Mir ist nur eine Bank bekannt, die KEINE Geldbetreiber-Automatengebühr verlangt, wenn man mit einer europäischen Visa, z.B. einer deutschen, Geld abhebt. Es entstehen also nur die Abhebungsgebühren der heimischen Bank (z.B. somit komplett kostenlos mit einer Visakarte der DKB).
    Geldautomaten dieser Bank sind in Phnom Penh und Siem Reap zu finden.

    Weitere Informationen sind per Mail an reisenmitphilip ät gmx punkt de gegen eine kleine Spende erhältlich.

  2. Vielen Dank für die Informationen! Ich fliege demnächst nach Kambodscha und im Anschluss nach Myanmar, wo ebenfalls viel mit Dollars gezahlt wird. Allerdings wird dort viel Wert darauf gelegt, dass die Scheine in einem einwandfreien Zustand sind (kein Knick, kein Riss, nicht vor 2000 gedruckt). Entsprechen die Dollarnoten, die man in Kambodscha abheben kann diesen Kriterien, oder sollte ich lieber bereits in Deutschland bei meiner Bank entsprechende Dollarnoten bestellen?

    Über deine Hilfe würde ich mich sehr freuen,

    Anika

    • Hallo Anika,

      ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen: In Kambodscha sind die Dollarnoten in recht gutem Zustand. Wenn ich Geld aus dem Automaten gezogen habe, so war dies immer in einwandfreiem Zustand. Von daher hätte ich da keine Bedenken. Allerdings sind Dollarnoten jetzt auch nicht so exotisch, dass es allzu teuer wäre diese in Deutschland zu bestellen.

      Grüße,
      Marvin

  3. Hi, Danke für das prompte Feedback! Weil Du Dich so gut auskennst, hätte ich noch eine klitzekleine Frage: nach meinen Infos soll man bettelnden Kindern nichts geben, weil das fördern würde, dass diese nicht die Schule besuchen etc. Nun gibt es manchmal Kinder, die den Touris nachmittags/ abends Souvenire etc. verkaufen wollen. Wir haben für und beschlossen nur was zu kaufen, wenn wir es wirklich wollen/ brauchen. Ich hab aber selbst Kinder und grad abends, wenn die schon so fertig/ gefrustet sind, weil keiner was nimmt ( gestern erst im Restaurant wieder) hab ich aber echt ein schlechtes Gefühl und möchte, wenn schon nichts kaufen, doch wenigstens eine Kleinigkeit so geben? Hab das jetzt auch so gemacht, aber ich will die Verhältnisse ja nicht zementieren….
    LG Angelika -das erste Mal in Asien- und nach X Urlauben in Europa/ Nordamerika echt bissel ratlos 🙁

    • Hi Angelika,

      das mit den Kindern ist so ne Sache. Das musst du für dich ausmachen… Ist sehr schwer da eine Entscheidung zu fällen.

      Die Kinder in Thailand sind alle gut organisiert und werden von einer Art “Big Boss” zum Betteln und verkaufen entsandt. Da würde ich eher nichts geben, zumal die Kinder wohl eh nur sehr wenig davon sehen und das Meiste den Männern im Hintergrund in die Hände fällt!

      Die Kinder in Kambodscha… Das ist so ne Sache. Vor allem wenn sie sich morgens in den Tempelruinen herumtreiben und Souvenirs verkaufen. Da frage ich mich wann denn Zeit für Schule etc. bleibt… Vielleicht begünstigst du ja da mit, dass das Kind lieber im Angkor Wat verkaufen geht als in die Schule. Andererseits sind die Leute sehr arm und ich denke jeder USD kommt dem Kind und seiner Familie zugute.

      Sehr sehr schwierig. Ich würde nur etwas kaufen, wenn ich es brauche. Auch wenn es mir schwer fällt. Denn gerade in Kambodscha sind die mitleidigen Blicke und das Geschick der Kinder herzerwärmend! Sehr sehr schwierig eine Entscheidung zu treffen… Dann sind eben so Dinge, vor die man als Reisender in ein solches Land gestellt wird!

      Grüße
      Marvin

  4. Hi, das hätten wir mal eher lesen sollen! In anderen Foren wird für einen Guide ein Trinkgeld von 5 Dollar pro Kopf und Tag empfohlen, was wir dann auch immer brav gegeben haben- man will im Urlaub ja nicht knickern! Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, wie die o g Summen für das Essen reichen sollen, wir hatten im Restaurant zu dritt immer so zwischen 20-30 USD.
    Jedenfalls vielen Dank für den informativen Artikel, Grüße aus Pnomh Penh, Angelika

    • Hallo Angelika,

      die 5 Euro Trinkgeld halte ich für einen Tagesguide angemessen. Wenn dieser gute Arbeit geleistet hat und nett sowie bemüht war geht das in Ordnung. Für das Essen werden in Touristen-Restaurants wirklich 9-10 USD fällig.

      Allerdings habe ich mit 3 Kambodschanern gemeinsam in einem guten Straßenrestaurant für 3-4 USD gegessen. Mehrere Speisen, Getränke alle dabei. Ein super Erlebnis!

      Grüße
      Marvin

  5. Vielen Dank für diesen informativen Artikel! Wir hatten in Kambodscha mit dem Geld auch so einige Erlebnisse:
    Das erste Problem war, dass unsere Maestro-Karte an kaum einem Bankomaten angenommen wurde, auch die Mastercard nicht. An diesen hats dann übrigens geklappt: ANZ Royal für Maestro, Cathay United Bank für Mastercard. Wir konnten jeweils den max. Betrag von 300 USD abheben. Aber dann kommt das nächste Hindernis: die ATMs spucken nur 50er oder 100er Noten raus. Und niemand konnte/wollte uns einen 100er wechseln, nicht mal das Hotel! Am besten also entweder direkt damit zum Bankschalter oder in die Wechselstube. Auf der Strasse und in Restaurants oder Läden konnten wir mit max. 10 USD bezahlen.
    Am Anfang haben uns auch die kleinen Preise wie 0,75 USD irritiert, da es in Kambodscha ja keine US-Cents gibt. Wenn du dann mit 1 USD bezahlst, erhältst du den Gegenwert von 0,25 USD in Riel. Oder du bezahlst selbst direkt den Gegenwert von 0.75 USD in Riel. Mit der Zeit hast du den Dreh raus ;o)
    Liebe Grüsse aus Chiang Mai,
    Nadine

    • Ja ging mir ebenso. Man findet dann schon ein paar Automaten, die Mastercard akzeptieren, dauert aber eben. Wirklich breit gestreut sind diese nicht. Auch das mit dem “großen” Scheinen kann ich bestätigen. Es ist eben ein sehr sehr armes Land. 100 USD sind für manche 2 Monatslöhne. Klar, dass die kaum einer mit sich herumträgt.

      Mein ATM hat übrigens auch kleine Noten ausgespuckt. Ich hatte eine Abhebung um die 25 USD gemacht. Bekam 2 10er und 5 1er 🙂

      Beste Grüße
      Marvin

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