Reisebericht Koh Phi Phi

Reisebericht Teil 8: Koh Phi Phi Thailand

Reisebericht Koh Phi Phi: Koh Phi Phi ist wohl eines der begehrtesten Ziele in ganz Thailand. Ich hatte es mir vor meiner Anreise einfach fantastisch vorgestellt. Was mich aber tatsächlich erwartete, erfährst du hier in meinem Reisebericht Koh Phi Phi.

Reisebericht Koh Phi Phi, Thailand

 

Anreise nach Koh Phi Phi:

IMG_6639Nach einem überraschenderweise angenehmen Aufenthalt auf Phuket ging es via Fähre endlich in Richtung Koh Phi Phi. Diesen Trip hatte ich lange ersehnte. Das Ticket für die Fähre kaufte ich unkompliziert in einem Reisebüro. Abholung im Hotel und Transfer zum Pier war bereits inklusive. Die Überfahrt war ruhig und unspektakulär. Allerdings ließ das Publikum auf der Fähre schon schlimmes erahnen.

Nach guten 2 Stunden Fahrzeit erreichten wir endlich Koh Phi Phi und es war doch ganz anders als ich es mir vorgestellt habe. Viel lauter, turbulenter und schmutziger als es in einem „Paradies“ doch eigentlich sein dürfte. Nach einem heftigem Gedränge um von der Fähre zu gelangen, machte ich mich in Richtung Unterkunft auf, welche ich bereits in Phuket via Agoda gebucht hatte.

 

Unterkunft Koh Phi Phi:

Doch diese zu finden war gar nicht so einfach. Hat man einmal das Schiff verlassen steht man inmitten eines Toursitenslums (Mehr dazu hier). Eng schmutzig und viel Trubel. Das macht wahrlich kein Spaß. Die vielen kleinen Gassen machen die Orientierung nicht einfacher, mit der Zeit findet man aber schon noch seine Unterkunft. Wer komplett zu faul ist seinen Rucksack zu tragen oder einfach nicht imstande, da die gestrige Nacht mal wieder zu lang war, kann einen Thai engagieren, der das Gepäck durch die engen Gassen in die Unterkünfte schleppt. Traurig, dass wir Ausländer nichteinmal mehr dazu in der Lage sind selbst unser Gepäck in die Unterkunft zu bringen… Irgendwie hatte das ganze doch irgendwas von moderner Sklaverei.

In meiner Unterkunft angekommen wurde ich erstmal negativ überrascht. Zum einen war das Zimmer nicht wirklich schön, die WIFI Verbindung schlecht und die Lage katastrophal am Hang. Das konnte ja nur noch besser werden…

 

Koh Phi Phi Viewpoint:

Wenigstens war der legendäre Viewpoint nicht weit von meinem Bungalow entfernt und so beschloss ich noch am selben Abend dort hinauf zu steigen um den Sonnenuntergang zu bewundern. Der Aufstieg ist ehrlich gesagt schon recht anstrengend und oben angelangt ist erstmal eine Gebühr von 100 Baht fällig. Also Geld mitnehmen sonst war der Weg umsonst 😉

Nach wenigen Metern teilt sich der Weg zum Viewpoint 1 und 2. Ich wollte natürlich beide sehen und begab mich zuerst zum Viewpoint 1. Und plötzlich stimmte mich die Aussicht doch wieder etwas versöhnlich. Ja es ist einfach schön hier. Weit über dem Trubel und den engen dreckigen Gassen…

Anschließend machte ich mich schnell gen Viewpoint 2 auf, die Dämmerung setzte schon ein. Und Tatsache: Viewpoint 2 ist noch schöner 🙂 Alleine war ich zwar nicht, die Atmosphäre war aber trotzdem toll.

Natürlich durfte auch eine Aufnahme bei Tageslicht nicht fehlen und so stieg ich am nächsten Morgen erneut hinauf.

Eindrücke Koh Phi Phi Viewpoint:

 

Nightlife Koh Phi Phi:

Abends ist auf Koh Phi Phi einiges geboten. Und ehrlich gesagt besteht das Hauptklientel aus jungen Sauftouristen aus den USA und England. Deutsche waren nur sehr spärlich vorhanden. Der Ort Tonsai ist vermüllt, muffig und nicht wirklich schön. Ein echtes Slum eben. Die Preise in den etlichen Restaurants hoffnungslos überzogen und gutes Thaifood nicht wirklich vorhanden. Das ist nicht das Thailand, das ich kenne. Wer abends ausgehen möchte, sollte fast mit Ausgaben auf europäischem Niveau rechnen.
Ansonsten ist auf Koh Phi Phi der übliche Einheitsbrei geboten: Strandpartys, Feuershows usw. (Loh Dalum Bay).

Loh Dalum Fireshow Koh Phi Phi Slinky Bar

Sightseeing Koh Phi Phi:

Naja, Koh Phi Phi Don ist klein und so gab es nicht wirklich viel zu erkunden. Neben den eher vermüllten Stränden in der Nähe des Fähranlegers der Tonsai Bay gibt es noch den gegenüberliegenden Strand an der Loh Dalum Bucht. Auch hier ist es realtiv dreckig und es tummeln sich etliche Sauftouristen an den Beach Bars. Die laute Musik empfand sogar ich nach einer Weile sehr störend.

Ausflug Koh Phi Phi Lee (Maya Bay), Monkey Beach, Schnorcheln:

Nach wenigen Stunden hatte ich bereits das Verlangen die Insel wieder zu verlassen. Also engagierte ich kurzerhand ein Longtailboot Besitzer welcher mich zu den berühmten Spots in der Umgebung von Koh Phi Phi bringen sollte. Gute 1500 Baht sollte ich dafür bezahlen. In Anbetracht, dass man nicht mit 12 anderen Sauf- und Partytouristen auf dem Boot festsitzt ein guter DEAL!

Der erste Stop: Monkey Beach

WOW! Die Anfahrt einfach traumhaft. Das ist wirklich das Paradies. Doch bereits nach wenigen Metern am Strand die Ernüchterung. Auch hier Müllberge! Ein Trauerspiel.

Monkey Beach

Rundfahrt: Koh Phi Phi Lee (Maya Bay, Viking Cave usw)

Weiter ging es zur Tiger Cave auf Koh Phi Phi Leh. Alles ganz nett anzusehen. Doch dann ganz plötzlich wendete sich das Blatt und ich erblickte eine der schönsten Buchten die ich kenne. Die Pileh und Loh Sarah Bay sind einfach zauberhaft. Das Wasser klar, alles so friedlich. Wie im Paradies.

Anschließend ging es weiter zur Maya Bay: Zugegeben sehr schön aber auch so touristisch geprägt, dass einfach kein Feeling aufkommt. Am besten früh morgens oder spät abends kommen. Dann sind die Tagesausflügler noch auf ihren Schnellbooten.


Die restlichen Tage brachte ich auf Koh Phi Phi noch irgendwie über die Runden. Das Verlangen aber so schnell wie möglich abzureisen war permanent präsent. 4-5 Tage sind zu lange!
So war das Fährticket nach Koh Lanta meine Fahrkarte in die Freiheit. 300 Baht und der Spuck ist vorüber…

 

TIPP: Bleibe nicht länger als 1-2 Tage auf Koh Phi Phi. Länger hält man es kaum aus. Ich würde sogar behaupten, dass ein Tagesausflug von Phuket oder Krabi locker ausreicht…

(Visited 2.492 times, 1 visits today)

2 Comments

  1. Heute, 8.10.2015 Tagesausflug von Krabi nach Phi Phi mit Schnellboot gemacht. Zuerst die „Weltberühmte“ The Beach Bucht auf der Schwesterinsel angelaufen. Die Natur hat es gut gemeint an dieser Ecke des Planeten.
    ABER: unglaubliche Lautstärke der mind. 70 Schnellboote, die entweder am, kaum zu sehenden, Strand ab- oder anlegen wollten. Da die Bucht von rel. hohen schroff abfallenden Bergflanken begrenzt wird, kann sich der Schall nicht verflüchtigen. Und dann die Menschenmassen. 2/3 Chinesen, jeder, aber auch jeder hält sein Smartphone gen Himmel und versucht den Daheimgebliebenen einen Eindruck zu vermitteln, wie toll dieser Strand ist. Ok ich war auch hier, aber als Warnung an Alle anderen, die hier noch nie waren, kommt nicht hierher. Es ist eine totale Enttäuschung. Oktoberfest Eröffnung in Badehose zwischen Chinesen. Sämtliche Träume zerplatzten. Evtl. Ist es kurz nach Sonnenaufgang noch Super, aber ab 10:00 ist Krabi, Phuket hier vertreten. Allerdings ist dann wahrscheinlich, dank der Berge, noch keine Sonne am Strand. Danach (60min später! 20 hätten gereicht) Weiterfahrt zur Monkeybeach. Affen sieht man am kleinen Strand aufgeregt nach Essbarem suchen. Wie im Zoo halt. Dann, als Nächstes Birdsnest Höhle. Nur von außen beim Dümpeln zu sehen. Als nächster Programmpunkt irgendeine tolle Lagune. Schönes klares Wasser, wieder viele langsam tuckernde Schnellboote, irgendwie assoziierte ich das mit einem Bordell Kontakthof. Mittagessen auf Phi Phi, zusammen mit ca. 400 anderen Entdeckern. Von Phi Phi nix gesehen, außer den Strand voller Schnellboote. Toll für die Urlauber dort. 1Std später ging es zum Schnorcheln, nicht weit vom großen Strand auf Phi Phi entfernt. Alle Korallen tot und abgebrochen auf dem MEERESGRUND. Fische gab es dennoch zu sehen. Zuletzt noch ein Stopp auf Bamboo Island. Nochmals schnorcheln, im abgegrenzten Areal. Abgegrenzt deswegen, dass die wiederum zahlreich vorhandenen Schnellboote, keinen unvorsichtigen Schwimmer häckseln. Fazit: ich brauch da nicht noch einmal hin. Ob Thailand sich einen Gefallen tut Massentourismus zuzulassen, bei einem solch empfindlichen Ökosystem, wage ich zu bezweifeln.

    • Bestätigt meinen Eindruck, obwohl ich das Glück hatte relativ frei gegen späten Nachmittag dort zu sein (privates Longtail-Boot). Die Buchten waren dann schon relativ leer, in der Maya Bay ging es trotzdem drunter und drüber… Damals noch weniger Chinesen sondern andere Reisegruppen.

      Schade, dass so ein schöner Ort systematisch heruntergewirtschaftet wird 🙁

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*