Thailands vielfältige Natur und Tierwelt

Thailand ist neben seinen grandiosen Stränden und Landschaften auch für seine faszinierende Tierwelt berühmt. Reisende erwartet eine exotische Artenvielfalt, mit der sie auch außerhalb der Zoos und Farmen hautnah in Berührung kommen. An den engen Umgang mit Affen, Echsen und Insekten sollte man sich in den Tropen besser gewöhnen – einigen Tieren sollte man dagegen besser nicht zu nahe kommen. Einen kleinen Einblick in Thailands faszinierende Tierwelt gebe ich dir hier.

 

Thailands Tierwelt – Eine faszinierende Artenvielfalt

Die faszinierende Artenvielfalt Thailands verdankt sich unter anderem der einzigartigen geografischen und klimatischen Lage des Landes. Flora und Fauna des nördlichen Teils sind mit China oder Oberindien vergleichbar, die Nationalparks und Marine Nationalparks im Süden sind schlichtweg ein tropischer Traum .

Noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts war die größte Fläche Thailands dichtes Waldgebiet, wodurch bis in die Neuzeit hinein ein ursprünglicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen bestehen blieb. Die wunderschöne Natur macht Thailand zu einem der schönsten Flecken der Erde und zu einem der beliebtesten Reiseziele überhaupt, das ganzjährig mit zahlreichen attraktiven Reiseangeboten lockt.

Erawan Wasserfall Kanchanaburi Thailand

 

– Thailands Nationalparks

Trotz zunehmender Bebauung und rapider Erschließung des Landes hat sich Thailand glücklicherweise durch die Einrichtung von insgesamt 103 Nationalparks und Marinenationalparks seinen natürlichen Reichtum bewahrt. Diese bieten einen Lebensraum für so unterschiedliche Tiere wie Tiger, Panther und Ozelots, Menschenaffen, Elefanten und Gibbons, Tapire, Hirsche und Schakale aber auch exotische Meeresbewohner.

Auch wenn du die Nationalparks besuchen kannst, so wirst du die meisten der wild lebenden Tiere dort nur mit viel Glück zu Gesicht bekommen, da sie sehr menschenscheu sind. Bessere Chancen bieten die zahlreichen Zoos, aber auch Krokodil- und Schlangenfarmen sind einen Besuch wert, wenn man diese faszinierenden Tiere von Nahem unter die Lupe nehmen will. Doch Vorsicht! In vielen solcher Farmen werden die Tiere nicht artgerecht gehalten und dienen als reine Geldmaschine.

Unbedenklich hingegen sind die großen Zoos in Bangkok und Chiang Mai sowie die grandiose Unterwasserwelt im Siam Shopping Center von Bangkok. Schmetterlingsfarmen würde ich auch eher als harmlos einschätzen.

Eine vollständige Liste aller Nationalparks in Thailand findest du hier.

Ang Thong Nationalpark Thailand Luftbild Koh Samui

 

– Elefantenfarmen als Besuchermagnet

In Thailand gibt es rund 20 größere Elefantencamps, in denen die sogenannten Mahouts, die Elefantentrainer, mit Tiervorführungen und Trekkingtouren Geld verdienen wollen. Das Geld was viele Touristen für einen Ritt auf dem Dickhäuter bezahlen, kommt letztlich zu großen Teilen den Tieren zu Gute. Denn die Pflege, Fütterung und medizinische Betreuung eines Elefanten beläuft sich auf rund 500 Dollar im Monat. Viel Geld in Thailand.

Das Maetaman Elephant Camp zählt zu den größten Elefantencamps des Landes und ist für viele Touristen ein beliebtes Ausflugsziel. Hier kann man den Tieren dabei zuschauen, wie sie am Fluss baden und kleinere Artistik-Shows erleben. So stapeln die rund 60 Elefanten des Camps beispielsweise vor den Augen der Besucher Holz, spielen Fußball oder malen gar mit ihrem Rüssel und Pinsel Bilder. Dies ist für viele Besucher der Höhepunkt der Show und ein vom Dickhäuter gemaltes Bild ein beliebtes Mitbringsel für die Heimat. Generell ist der Besuch in einem Elefantencamp immer auch ein Stückweit Einstellungssache.

Da aber in Thailand Elefanten königliche Tiere sind und allseits geschätzt, werden sie in den meisten Camps mehr als gut behandelt. Natürlich gibt es auch immer negative Ausnahmen.

Elefantenfarm Thailand

 

– Tiere in Thailand zu Land, zu Wasser und in der Luft

Auch außerhalb der Zoos und Parks begleitet die Tierwelt den Thailandbesucher auf Schritt und Tritt. Über 500 Schmetterlingsarten und über 1.000 Vogelarten erfüllen die Luft mit Leben. Unter Wasser sind neben wunderschönen Korallen und unzähligen Schwarmfischen auch exotische Bewohner wie Tintenfische, Mantarochen, Meeresschildkröten oder der Clownsfisch zu Hause. Insgesamt 26 Marineparks kümmern sich um den Schutz dieser einzigartigen Unterwasserwelt. In vielen von ihnen gibt es besondere Angebote zum Schnorcheln und Tauchen, welche die Besucher mitten in diese farbenfrohe Vielfalt eintauchen lassen.

Einige Tiere gehören auch in den Städten wie selbstverständlich zum Erscheinungsbild. Die Tiere, mit denen man im Thailandurlaub wohl am meisten zu tun hat, sind Affen, Echsen, Kakerlaken, Ratten und seltener Schlangen. Ich selbst habe während meiner unzähligen Thailand Trips lediglich nur zweimal eine Schlange in freier Wildbahn gesehen.

In beiden Fällen war die Begegnung aber nur von kurzer Dauer, da sich sowohl die Schlange, als auch ich mich schnell in Sicherheit brachte 🙂

Schildkröte Thailand Unterwasserwelt

 

– Freche Affen – Kleine Diebe

In einigen Städten und auch an manchen Stränden Thailands haben sich die Affen perfekt in den menschlichen Lebensraum eingefügt. So findest du beispielsweise rund um den weltbekannten Tempel Wat Phra Prang Sam Yot eine Affenhorde, die den Tempel als Revier für sich beansprucht.

Auch der Monkey Beach auf Koh Phi Phi, Poda Island und der Tiger Cave Tempel in der Nähe von Krabi sind von Affen bevölkert.

Die Affen machen den Besuch dieser Sehenswürdigkeiten zu einem ganz besonderen Erlebnis. Gegen die sprichwörtliche Frechheit dieser Bewohner solltest du allerdings gewappnet sein und dich nicht einschüchtern lassen. Affen sind friedliche Tiere, nutzen aber jede Gelegenheit, um alles zu erbeuten, was sie in die Finger bekommen, sei es nun Verpflegung oder eine Kamera. In der Nähe von Affen solltest du also alles, was dir wichtig ist, stets im festen Griff oder noch besser gleich im Rucksack behalten.

Freche Affen Thailand Tiger Cave Tempel

 

– Echsen – Moskitojäger und Teil des Stadtbilds

In Thailand gibt es viele verschiedene Echsen. Besonders häufig sind die winzigen Geckos, anzutreffen. Findet man sie in Bungalowzimmern vor, sollte man sich nicht ekeln, sondern bedenken, dass Geckos die wirkungsvollste Waffe gegen Moskitos, Spinnen und anderes Ungeziefer sind. Als Mitbewohner haben sie also durchaus ihre guten Seiten.

Überall dort, wo es Wasser gibt, sind Bindenwarane ebenso häufig anzutreffen wie Geckos. Für den Reisenden zunächst eine spektakuläre Erscheinung, sind sie für die Thais Teil des Alltags. Im Unterscheid zu vielen anderen Tieren in Thailand können Bindenwarane aber stattliche 3 Meter lang werden.

Doch keine Angst! Sie sind absolut friedlich, sollten aber durchaus mit Respekt behandelt werden – wer ihnen zu Nahe tritt, riskiert im schlimmsten Fall einen schmerzhaften Peitschenhieb mit dem langen, gepanzerten Schwanz. Sogar in einigen Parks in Bangkok können diese Tiere vorzüglich beobachtet werden.

Waran Thailand Bangkok Lumpini Park

 

– Schlangen in Thailand

Auch Schlangen sind in Thailand allgegenwärtig – ganze 100 Schlangenarten gibt es hier zu bestaunen. Immerhin 30 Arten sind in einer so hohen Konzentration giftig, dass sie dem Menschen gefährlich werden können, acht davon sind sogar lebensgefährlich. Wenigstens diese acht Arten sollte man erkennen können, um im Notfall richtig zu handeln:

Königskobra, malaysische Viper, grüne Viper, Russels Viper, Brillenschlange und die gestreifte Krait.

Hier kannst du dich informieren und dir die Tiere genauer ansehen.

Um Bissen und Begegnungen vorzubeugen, gilt es einige einfache Regeln zu beachten:

  • Beim Trecking durchs Gelände immer feste Schuhe und lange Hosen tragen.
  • Fest auftreten, um Schlangen durch die Vibration zu warnen. Die meisten Tiere flüchten dann von alleine ins Unterholz.
  • Bei der Begegnung mit einer Schlange hektische Bewegungen vermeiden und sich langsam zurückziehen.
  • Ist eine Schlange im Haus / Badezimmer, nichts eigenständig tun, sondern sofort Hilfe holen.
  • Bei einem Biss so schnell wie möglich das Krankenhaus aufsuchen und im Idealfall ein Foto der Schlange machen. So kann das Personal das richtige Gegengift verabreichen.

Cobra Thailand Schlangenfarm

 

Wenn du diesen Grundregeln folgst, solltest du in aller Regel keine Schwierigkeiten mit der Tierwelt Thailands bekommen. Wild lebende Tiere haben mehr Angst vor Menschen als wir vor ihnen.

Wer sogar scheuen Tieren wie Raubkatzen oder Krokodilen in freier Wildbahn begegnet, kann sich, ganz im Gegenteil, für dieses seltene Erlebnis glücklich schätzen.

 

Welchen Tieren bist du in Thailand schon begegnet?

(Visited 1.913 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*