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Tuk Tuk Bangkok – Thailand: Horror auf 3 Rädern!?

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Tuk Tuk fahren gehört zum Pflichtprogramm in Bangkok. Man hört unzählige Horrorgeschichten, die vielen Vorteile eines Tuk Tuks bleiben jedoch meist unerwähnt. Ich möchte in diesem Artikel beide Seiten beleuchten und am Ende erklären, warum Tuk Tuk fahren eigentlich gar nicht mal so schlecht ist.

Tuk Tuk Thailand Bangkok: Alles was du wissen musst!

 

1. Die Geschichte des Tuk Tuks

Die eigentliche Bezeichnung für das Tuk Tuk ist Autorikscha. Aufgrund des typischen Motorengeräuschs werden diese Fahrzeuge aber umgangssprachlich Tuk Tuk genannt. Dies hat sich so eingebürgert und ist in Asien jedem ein Begriff. Tuk Tuks kommen hauptsächlich Thailand, Indien, Kambodscha und vielen weiteren Ländern zum Einsatz und sind nichts anderes als Taxis auf 3 Rädern.

Der Motor sitzt zwischen den Beinen des Fahrers und die Höchstgeschwindigkeit dieser Gefährte kann gut und gerne auch mal 100 Km/h betragen. Das Tuk Tuk wird von mehreren Unternehmen gefertigt. Darunter sind auch Großkonzerne wie Suzuki und Daihatsu.

In Thailand gibt es 2 in Bangkok ansässige Unternehmen und einige im Norden Thailands bei Chiang Mai.

Nach und nach verschwinden vor allem in Thailand die Tuk Tuks , da sich Taxis immer größerer Beliebtheit erfreuen und mit mehr Fahrkomfort und einer klimatisierten Fahrgastzelle punkten können.

Trotzdem gehören Tuk Tuks zu Thailand ebenso wie Traumstrände oder Moskitos. Vor allem in Bangkok dominieren sie nach wie vor das Straßenbild.

Tuk Tuk Bangkok Straße

 


2. Tuk Tuk fahren ist laut, gefährlich und man wird ständig abgezockt

-Doch muss das immer so sein!?

NEIN!

In der Tat ist es sehr laut. Vor allem wenn der Fahrer seinen Auspuff modifiziert hat. Die Auspuffanlagen der anderen Fahrzeuge sind genau auf Höhe der Fahrgäste und die heißen Abgase werden nicht selten direkt ins Gesicht geblasen. Die Federung und der Fahrkomfort lassen zu wünschen übrig. Der Fahrer schlängelt sich waghalsig durch den Verkehr und überholt wagemutig! Das hört sich ja nach einem Horrortrip an!? Keine Angst so schlimm ist es nicht!

Wer sich gut festhält und auf die Fahrkünste vertraut kommt sicher ans Ziel. Gegen Abzocke hilft das Aushandeln eines Festpreises im Voraus!

 


3. Ist Tuk Tuk Fahren in Thailand gefährlich?

Ja und Nein. In der Tat gibt es sicherere Verkehrsmittel. Ein Himmelfahrtskommando ist eine Tuk Tuk Fahrt noch lange nicht. Klar fehlen Sicherheitsvorkehrungen wie Airbags oder Sicherheitsgurte, trotzdem sollte man den Teufel nicht an die Wand malen.

Wer für sich alleine unterwegs ist und keine Verantwortung hat, kann getrost das Tuk Tuk nehmen. Von Fahrten mit kleinen Kindern würde ich aber absehen. Nur ein kleiner Moment der Unachtsamkeit und schon ist das Kind “in den Brunnen oder eher aus dem Tuk Tuk gefallen”.

Eines sollte man jedoch immer bedenken: Der Fahrer macht oft seit mehreren Jahren nichts anders als Tuk Tuk Fahren und weiß in Normalfall was möglich ist und was nicht… Im Normalfall 🙂

 


4. Die Vor- und Nachteile des Tuk Tuk Fahrens in Bangkok und Thailand

Nachteile:

  • Laut
  • Schlechter Fahrkomfort
  • Fahrgäste auf Auspuffhöhe der anderen Fahrzeuge
  • Keine Sicherheitseinrichtungen
  • Oft waghalsige Fahrer und Manöver

Vorteile:

  • Kommt auch durch den größten Stau
  • Fahrer kämpfen um jeden Fahrgast
  • Zu Hauptverkehrszeiten oft die einzige Möglichkeit voranzukommen
  • Oft billiger
  • Gratistouren möglich, wenn man weiß wie es geht
  • Ein Hauch von Abenteuer

TukTuk-Thailand-Bangkok-Chiang-Mai-

 


5. Warum das Tuk Tuk nehmen?

Oft ist das Tuk Tuk noch die einzige Möglichkeit voranzukommen. Wer schon einmal in Bangkok versucht hat ein Taxi zur Hauptverkehrszeit zu bekommen, wird kläglich gescheitert sein. Kein Fahrer kann sich erwärmen einen Farang (Europäer) mitzunehmen. Da kommt ein Tuk Tuk gerade recht! Dies schlängelt sich schnell durch den Verkehr und bringt einen doch noch ans ersehnte Ziel. Meist ist der Preis dabei auch noch relativ in Ordnung!

Wer bei den waghalsigen Fahrmanövern des Fahrers in Panik gerät, sollte sich immer vor Augen halten, dass in Thailand sowieso alles in Buddhas Händen liegt 🙂

 


6. Tuk Tuk Bangkok – Preise

Die Preise für eine Tuk-Tuk-Fahrt können kaum verallgemeinert werden und  sind einheitlich immer reine Verhandlungssache. Wer etwas talentiert ist und Verhandlungsgeschick beweist, kann teilweise nahe am Taximeter Preis fahren. In seltenen Fällen gelingt es sogar den Tuk Tuk Fahrer übers Ohr zu hauen (sehr sehr selten…).

Folgende Preise für eine Fahrt im Tuk Tuk können als Anhaltspunkt genommen werden:

  • Kaum ein Tuk Tuk Fahrer wird wohl unter 100 Baht das Tuk Tuk auch nur anwerfen.
  • Die Preise sind immer zu verhandeln. Oft sind sie um 50 Prozent überhöht.
  • Gratis Fahrten aus Nächstenliebe gibt es nicht! Der Tuk Tuk Fahrer ist ein Geschäftsmann und bekommt seine Kompensation immer irgendwo anders her (Benzingutscheine usw.). Trotzdem kann man beinahe gratis durch die Stadt fahren, wenn man weiß wie.
  •  Strecken im nahen Stadtgebiet (z.B. vom MBK zur Khao San) können mit 150-200 Baht veranschlagt werden.
  • Nachts und wenn Stau herrscht bzw. keine Taxis verfügbar sind verlangt der Tuk Tuk Fahrer gerne mehr und nutzt seine vorteilhafte Verhandlungsposition schamlos aus.
  • Für 2 Personen werden immer gerne höhere Preise angesetzt.
  • Auch Thais zahlen nicht deutlich weniger für eine Tuk Tuk Fahrt.

 


7. Wie komme ich zur Tuk Tuk Gratistour durch Bangkok!?

Naja ganz gratis ist auch die Tuk Tuk Gratis Tour durch Bangkok natürlich nicht. Zudem lohnt sich das Ganze auch nur, wenn du dich zum ersten Mal in Bangkok befindest und sowieso ein wenig Sightseeing vor hast.

Am besten gehst du dabei so vor:

Suche dir einen Fahrer deiner Wahl. Sprich mit ihm darüber, wo du heute überall hinwillst. Sage ihm, dass es ihm gestattet sei, am Ende der Tour einen Abstecher zu einem Juwelier oder Schneider zu machen, von dem er eine Provision bekommen wird. Alternativ gibt’s da noch Bootsfahrten welche ich empfehlen kann (siehe Reisebericht Teil1: Bangkok).

Kommuniziere klar und deutlich, dass du es am Ende erwartest auch wieder nach Hause gefahren zu werden. Der Fahrer wird sich höchstwahrscheinlich darauf einlassen dich gratis zu kutschieren oder einen Spottpreis nennen (10-50 Baht). Gratulation! Nun hast du deinen persönlichen Bangkok Guide.

Aber Achtung! Kaufe bitte am Ende auch etwas bei dem Händler oder Juwelier zu dem du gebracht wirst um Ärger aus dem Weg zu gehen (habe damals eine Krawatte gekauft – muss ja nicht gleich ein ganzer Anzug sein) nur dann erhält der Tuk Tuk Fahrer auch seine Provision in Form von Gutscheinen für Autogas. Auch etwas Trinkgeld wird der Fahrer dankend annehmen.

Update: Die Fahrer erhalten auch ohne Einkauf ihre Tankgutscheine. Allerdings wird man im Laden selbst aufdringlichst versuchen dich zu einem Kauf zu überreden. Auch von netten Gastgeschenken im Laden wie Freibier oder kalten Getränken ist Abstand zu nehmen, wenn man nichts kaufen will!

 

Wie du siehst, ist das Tuk Tuk doch eine ganz runde Sache und außerdem gehört es zum Thailand Urlaub einfach mit dazu.
Und wenn gerade mal wieder Stau in Bangkok ist, einfach mal das Tuk Tuk nehmen 😉

Tuk Tuk Fahrt Bangkok Thailand

Welche Erfahrungen positiver oder negativer Art habt ihr bereits mit Tuk Tuks und ihren Fahrern gemacht? Bitte hinterlasst doch eure Story im Kommentarbereich!

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4 Comments

  1. Die ,Zieladresse’ doppelt und dreifach ,rückbestätigen lassen. Möglichst ,Ortsteil’ oder bekanntes Gebäude in der Nähe fokussieren.
    Manchmal sind Namensverwechselungen möglich.
    Nicht alle TukTuk Fahrer sprechen Englisch und können ,Latein lesen’. … nur ein bisschen 😉

  2. Pingback: One night in Bangkok (eigentlich drei) | Familie Prinz

  3. Ein wichtiger Tipp noch den man beachten sollte: Haltet ausschau ob am TukTuk an der Front eine gelbe Tafel mit einer Thai Aufschrift befestigt ist. Das bedeutet dass das TukTuk “legal” unterwegs ist. Ist nichts zu finden sind das private Personen die nur Geld machen wollen. Diese TukTuks sind nicht unbedingt zuferlässig (muss aber nicht sein) und man bezahlt generell überteuerte Preise… Aber wie du schon erwähnt hast, es ist eine reine Verhandlungssache 😉

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