Andere Bräuche und Sitten im Ausland

Andere Länder, andere Sitten – Wie Bräuche Kulturen beeinflussen

Jedes Land hat seine eigene Kultur und Bräuche – gerade das macht ein Land so spannend – ob die speziellen Kloschuhe für den Toilettengang in Japan oder die Soundeffekte wie Vogelgezwitscher, wenn es doch etwas länger auf dem stillen Örtchen dauert, sich wie in Spanien mit Tomaten bewerfen oder bloß keinen Alkohol auf öffentlichen Plätzen in den USA. So seltsam manche Bräuche für uns ab und an sind, können wir uns oft genug nicht ihrer Faszination entziehen. Einige Länder pflegen ihre Kulturen und Bräuche besonders, manche Bräuche haben einen nachhaltigen Einfluss auf andere Bräuche, vermischen sich und entwickeln wiederum neue Traditionen. Wir stellen zwei der bekanntesten Bräuche vor. 

Das Oktoberfest außerhalb Deutschlands

Deutscher geht`s nicht. Das weltberühmte Oktoberfest ist – neben Bier – das Aushängeschild, wenn es um deutsche Feierlaune geht (abgesehen von Karneval und Fastnacht vielleicht). Dass das Fest des Bieres mittlerweile nicht nur in Deutschland, sondern auch in andere Länder übergeschwappt ist, verwundert nicht. So kann beim Oktoberfest in Tokio oder Yokohama in Japan mit Maßkrügen voll mit importierten deutschen Bier anstoßen und zwischen Japanern in Lederhosen und Japanerinnen im Dirndl zu deutscher Blaskapellenmusik schunkeln. Was in Japan wohl eher als Marketing-Gag „Made in Japan” zu sehen ist, ist beim Beispiel der deutschen Siedlung Fredericksburg in Texas ganz anders. Die deutsche Siedlung feiert jedes Jahr das Oktoberfest – und typisch deutsche Weihnacht.

Oktoberfest München

Halloween in Europa

Was hat es eigentlich mit dem aus den USA importierten Brauch am 31. Oktober, dem Abend vor Allerheiligen, auf sich? Ausgehöhlte Kürbisse stehen gespenstisch an den Türschwellen, verkleidete Kinder gehen von Haus zu Haus und rufen „Süßes, sonst gibt`s Saures” und halten ihre Taschen für die Süßigkeiten bereit. Entstanden ist Halloween in Irland und kam durch im 19. Jahrhundert nach Amerika ausgewanderte Iren, in die USA. War der Brauch in Irland noch fern jeglicher Kommerzialisierung, ist er es (ganz abgesehen von den USA) in Deutschland spätestens seit den 90ern und wird mittlerweile von vielen Kindern, Jugendlichen und manchem Erwachsenen gerne gefeiert. Und die Süßwarenindustrie freut es: Denn das Gruselfest ist nach Auskunft des Bundesverbandes nach Weihnachten und Ostern das drittwichtigste Ereignis des Jahres. 

Jedes Land hat seine eigene Kultur und damit auch eigene Bräuche, die gepflegt werden. Und das nicht ohne Grund: Bräuche sind nicht nur Tradition, sondern sie stärken das Gemeinschaftsgefühl, schaffen Identität und wunderbare Abwechslung im Alltag. Und manchmal sind gewisse Bräuche in bestimmten Ländern so exotisch, dass manch ein Tourist einen Kulturschock erleidet. Aber gerade das macht es ja so spannend – man lernt Neues kennen und erkennt vielleicht auch ein paar Gemeinsamkeiten. Und ab und an gehören Fettnäpfchen einfach dazu: Denn dass das Victory-Zeichen in Australien „Du kannst mich mal bedeutet”, wissen sicher die wenigsten.

Halloween in Europa

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