Manila ist eine der Städte, die in Südostasien wohl am wenigsten Beachtung finden. Auch ich habe Manila lange Zeit gemieden, habe mich aber über die Jahre immer mehr mit der Metropole angefreundet. So war es im Dezember 2024 endlich wieder soweit und ich verbrachte 2 Nächte nach einer langen Anreise aus Deutschland in Manila.
Was ich effektiv in den 1,5 Tagen Aufenthalt in der Stadt alles erlebt habe und ob sich ein kurzer “Stoppover” lohnt, hier in meinem Reisebericht.
Ankunft am Airport
Nach einer reinen Flugzeit von 14 Stunden und einer Reisezeit von 22 Stunden bin ich endlich am Flughafen in Manila gelandet. Der Flug mit Qatar war angenehm, wenn auch lange. Am Flughafen direkt wie immer das übliche Chaos, immerhin ging die Immigration einigermaßen schnell und auch beim Coupon Taxi gab es keine Wartezeiten. Die Fahrt zum I’M Hotel nahm lediglich 20 Minuten in Anspruch, da absolut kein Verkehr mehr um 23 Uhr herrschte. So weit so gut.
Die Unterkunft
Nach vielen Jahren habe ich es endlich geschafft, das I’M Hotel in Makati* zu besuchen. Die Infinity Pool mit Glasboden und die Zimmer haben es mir schon lange auf Instagram angetan. Nun sollte es endlich Zeit werden, das Hotel selbst zu erleben.
Der Check In war recht effizient, die Zimmer sind sauber und gut ausgestattet. Trotzdem fehlt es dann an ein paar Ecken und Kanten, um das Hotel wirklich als exzellent bezeichnen zu können. Wie schon erwähnt, ist alles sehr sauber, aber gerade in den öffentlichen Bereichen nagt ein wenig der Zahn der Zeit am Erscheinungsbild.
Der Preis geht aber für das Gebotene und die Lage vollkommen in Ordnung, ab rund 50 Euro pro Nacht kann man das I’M Hotel Makati* buchen.


Schlaflosigkeit nach der Ankunft
Direkt nach dem Check-in war es bereits kurz nach Mitternacht, trotzdem hatte ich keinerlei Bedürfnis zu schlafen. Also ging es schnell zum 24/7 Andoks direkt um die Ecke und dann hoch in die Antidote Skybar auf dem Dach des Hotels.
Die Sicht und das Ambiente ist dort wirklich toll, leider fand ich das Angebot an Bieren und nicht alkoholischen Getränken etwas mager. So gibt es nur Hoegaarden Bier für 500 PHP aufwärts, San Miguel und Co stehen gar nicht auf der Karte. Auch Shakes oder originelle Non-Alcoholics sucht man vergebens, dafür ist die Auswahl an Spirituosen und Flaschen extrem gut.
Das Highlight ist außerdem die Glaswand, die ein Aquarium beherbergt, wo tausende Quallen schwimmen. Trotz der tollen Sicht und der recht guten Szenerie fehlt es auch der Bar am letzten Etwas. Das Inventar ist ebenfalls etwas in die Jahre gekommen und die Auswahl an Getränken dürfte auch nicht jedem zusagen. Die Preise sind außerdem ziemlich gesalzen und fast 4€ für eine Royal (Fanta) sind auch für eine Skybar in Asien schon happig.
Nach dem Absacker in der Antidote Bar war dann gegen 3 Uhr aber endgültig Zeit, nach dieser langen Reise zu schlafen, die Bar hat übrigens bis 5 Uhr morgens geöffnet und serviert auch Snacks und leichte Gerichte.
Salcedo Saturday Market & Venice Grand Canal Mall
Am nächsten Morgen ging es direkt um 10 Uhr los zum Salcedo Market, ebenfalls ein Ort, den ich schon lange besuchen wollte. Leider hat dieser wirklich schöne Markt nur samstags von etwa 9-14 Uhr geöffnet, was die Möglichkeiten einschränkt.
Wer aber samstags in Manila ist und Zeit hat, sollte unbedingt vorbeischauen, da man hier lokale Produkte und leckeres Street-Food in einem sehr sauberen und aufgeräumten Ambiente erleben kann. Der Salcedo Market bietet Souvenirs, Lebensmittel, Drinks, Snacks und kleine Street-Food-Restaurants.
Prinzipiell ist der Markt sehr übersichtlich. In rund 30 bis 60 Minuten sollte man alles gesehen haben.
Der kurze Zwischenstopp am Salcedo Markt hat Spaß gemacht und mir die Stadt noch ein Stück weit nähergebracht. Als nächstes stand aber der Ort auf meiner Liste, den ich am meisten erleben wollte.
Die Venice Grand Canal Mall ist schon seit geraumer Zeit ein Hit auf Instagram und vor allem unter Filipinos beliebt. Hier erwartet einen eine Shopping-Mall, die den großen Kanal in Venedig sowie die Rialto-Brücke nachbildet. Außerdem ist der Markusplatz angedeutet.
Insgesamt ist die Mall zwar ein wenig kitschig, dafür aber doch ein tolles Erlebnis. Vor Ort herrscht recht viel Trubel, da die Locals die Instagram-tauglichen Spots sehr schätzen und man hier quasi Italien auf den Philippinen vollkommen kostenlos und ohne Reisen erleben kann.
Mir hat die Venice Mall ziemlich gut gefallen, da es extrem viele Restaurants gibt, die rund um den Kanal in zwei Etagen gebaut wurden. So kann man hier einen tollen Nachmittag im netten Ambiente verbringen, auch wenn das echte Venedig natürlich deutlich stimmungsvoller ist.
Pool Time
Am Nachmittag bzw. frühen Abend ging es dann noch in den besagten “Traum-Swimminpool” des I’M Hotels. Der Blick auf Makati und das rege Treiben auf den Straßen durch den Glasboden und die Glaswand zu betrachten hat schon was, auch das Sonnendeck liegt gut und bietet genügend Platz, um sich zu bräunen.
Abend am Pasig River
Eine relativ neu in Szene gerückte Sehenswürdigkeit ist die Pasig River Esplanade. Das Flussufer des Pasig River verläuft entlang Chinatown und Intramuros und bietet auf Höhe dieser beiden Viertel eine wunderschöne Promenade. Diese ist mittlerweile recht populär auf Instagram, weshalb ich mir einen Besuch auf keinen Fall entgehen lassen durfte. Vor Ort fand ich die Szenerie dann sogar noch besser und wirklich schön! Das Flussufer ist wunderschön beleuchtet und die Brücken und Befestigungen im kolonialen, altertümlichen Stil beherbergen kleine Street-Food-Stalls und Karaoke Bars.
Rund um die Esplanade herrscht am frühen Abend ab ca. 19 Uhr reges Treiben und man kann hier wirklich entspannt entlangschlendern und Manila (noch) fernab der Hauptattraktionen erleben. Während meines gesamten Besuchs habe ich übrigens keine anderen Touristen gesehen, die Pasig River Esplanade wird eher von Einheimischen zum Entspannen besucht.
Ich kann einen Abstecher dorthin auf jeden Fall empfehlen und diese neu gestaltete Sehenswürdigkeit hilft Manila auf jeden Fall das Image ein wenig aufzubessern. Da relativ früh der Regen einsetzte, machte ich mich mit dem GRAB zurück ins Hotel, wo ich dann diesen Bericht schrieb und mich auf die Weiterreise nach Panglao vorbereitete.
Weiterreise nach Panglao
Am nächsten Morgen stand ich extra früh auf, um nochmals den Pool zu genießen und zu frühstücken, bevor es zum Manila Airport gehen sollte. Mit dem Taxi ist man von Makati in rund 30 Minuten vor Ort, was eine effiziente und angenehme Weiterreise nach Panglao ermöglichte. Was es dann alles auf Panglao, am Alona Beach und rund um Bohol zu erleben gab, erfährst du in meinem nächsten Reisebericht.
Hast du noch Fragen zu den Erlebnissen in diesem Reisebericht? Hinterlasse gerne einen Kommentar!




