Mit der Powerbank im Flugzeug

Mit der Powerbank im Flugzeug

Wenn der Koffer für die Reise nach Südostasien gepackt wird, darf die Powerbank nicht fehlen. Immerhin finden sich an Stränden höchst selten Steckdosen und ob man im Flieger an eine herankommt, kann man vorab auch nicht vorhersehen. Auch am Ziel angekommen sind die Powerpacks nützlich, immerhin soll der Handyakku ja auch bei längeren Ausflügen nicht schlapp machen – es müssen schließlich Fotos geschossen und Wege gefunden werden! Wer im Flugzeug selbst Strom sparen will, kann natürlich klassisch auf Bücher oder vorgeladene E-Reader umschwenken. Aber darf die Powerbank überhaupt mit in den Flieger? Und welche Vorschriften gelten für die Mitnahme nach Asien? Was muss beachtet werden?

Eins sei vorweg gesagt: Eine allgemeingültige Aussage über die Mitnahme von Powerbanks kann nicht getroffen werden. Jede Airline schreibt selbst vor, wie die externe Stromversorgung im Gepäck mitgeführt werden soll. Der Dachverband der Fluggesellschaften hat zwar eine Richtlinie für die Mitnahme von Batterien festgelegt, daran halten sich jedoch nicht alle Airlines. Deshalb gilt: Wer in den Urlaub fliegt, sollte sich vorher bei der gebuchten Airline über die Mitnahmeregelungen informieren.

Die Gefahren einer Powerbank

Aber was ist überhaupt die Gefahr beim Transport einer Powerbank? Eine Powerbank ist nichts anderes als eine Batterie, in der Regel ein Lithium-Ionen-Akku. Kommt es zu einem Schaden oder einem Kurzschluss, kann die Powerbank sehr heiß werden und sogar Feuer fangen. Auch die Nachrichten bringen immer wieder Meldungen über Akkubrände oder gar -explosionen. Auch wenn diese nur selten vorkommen: Welche Auswirkungen ein solcher Brand im Flugzeug hätte, kann man sich vorstellen. Eine brennende Batterie kann oft nur schwer und in der Regel nicht mit Wasser gelöscht werden.

Wohin also mit der Powerbank?

Egal bei welcher Airline: Im Aufgabegepäck hat die Powerbank aus Sicherheitsgründen nichts zu suchen. Wenn der Akku im Frachtraum des Flugzeugs anfängt zu brennen, ist der Brand fast unmöglich zu löschen und die Katastrophe vorprogrammiert. Auch zum eigenen Schutz sollte die Powerbank daher im Handgepäck transportiert werden. Auch ein Schmuggel lohnt sich nicht: Sollte der Koffer durchleuchtet werden, droht die Öffnung. Im Zweifel kommt der Koffer inklusive Powerbank gar nicht mehr an seinem Bestimmungsort an.

Der Transport einer Powerbank ist also nur im Handgepäck erlaubt, aber auch hier gibt es Einschränkungen. Die Regelung der IATA, als dem Dachverband der Fluggesellschaften, erlaubt die Mitnahme von Batterien mit einer Gesamtkapazität von bis zu 100 Wh. Das bedeutet auch, dass die Kapazität ausdrücklich auf der Powerbank stehen muss, andernfalls kann diese von der Airline eingezogen werden. In der Regel sind Powerbanks jedoch mit einem Wert in Milliamperestunden (mAh) versehen. Je nach Kapazität, Design und Hersteller kosten Powerbanks zwischen zehn und 80 Euro. Die Umrechnung funktioniert wie folgt: Die Kapazität (mAh) der Batterie muss mit der internen Spannung (V) multipliziert werden. Das Ergebnis wird anschließend durch 1.000 dividiert, um die Gesamtkapazität zu erhalten.

Wie sind die Regelungen in Südostasien?

Die Regelungen der einzelnen Fluggesellschaften können wie bereits erwähnt unterschiedlich ausfallen. Thai Airways beispielsweise erlaubt die Mitnahme von Powerbanks, die 160 Wh nicht überschreiten. Das entspricht 32.000 mAh. Alle Batterien mit einer größeren Kapazität müssen zuhause bleiben. Außerdem gilt die Mitnahme von maximal zwei Powerbanks zwischen 20.000 und 32.000 mAh sowie bis zu 20 Batterien bis 20.000 mAh. Außerdem ist der Transport auch hier ausschließlich im Handgepäck gestattet.

Wozu überhaupt eine Powerbank mitnehmen?

Eigentlich beantwortet sich diese Frage von selbst. Wer sich vor seinem Abflug über die Mitnahmeregelungen informiert und sich so beispielsweise bei Thai Airways an die vorgegebene maximale Leistung hält, der kann ohne Nachteile von der Powerbank profitieren – egal ob während des Fluges oder am Urlaubsort angekommen. Sollte im Flugzeug aus technischen Gründen oder wegen eines die Steckdose blockierenden, schlafenden Sitznachbarn keine Steckdose verfügbar sein, können Tablet, Handy und Co. ganz praktisch aufgeladen werden. So steht der vom In-Flight Entertainment unabhängigen Unterhaltung nichts im Wege. Auch am Urlaubsort angekommen kann eine Powerbank ein wahrer Lebensretter sein: Der Google Translator kann heißlaufen und auch Straßenkarten können bis zum Abwinken online genutzt werden, ohne dass dem Smartphone der Saft ausgeht.

Fazit

Wer demnächst mit Powerbank in den Flieger steigt, egal ob innerhalb Südostasiens oder von Deutschland aus startend, sollte sich vorab über die Regelungen der Mitnahme informieren, denn eine allgemeingültige Aussage lässt sich nicht treffen – wer die Powerbank im Handgepäck transportiert, ist aber erstmal auf der sicheren Seite. Vor dem Check-In sollte also im Zweifelsfall lieber noch einmal der Koffer gecheckt und falls nötig die Powerbank vom Koffer ins Handgepäck umgepackt werden. Außerdem gilt: Bei Powerbanks, die im Flieger mitgenommen werden sollen, muss die Kapazität bekannt und auf dem Gehäuse gut sichtbar gekennzeichnet sein. Dann steht einer energiegeladenen Reise nichts mehr im Weg!

Titelbild mit freundlicher Genehmigung: https://airguru.de/powerbank-flugzeug-regeln-modelle/

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